1998 / Feiern für Hermann


Fest feiern für Hermann


Das 6-Tages-Spiel des Orgien-Mysterientheaters, die Krönung des Lebenswerks des Künstlers Herrmann Nitsch, ist nur knapp einem behördlich verordneten Abbruch entgangen.

Der vom FP Landesrat Hans Jörg Schimanek (“Ich will das weg!”) betriebene Zensurversuch ist nur eine Episode in einem Kulturkampf, den die FPÖ gegenüber unliebsamen Kulturformen – die sie als degenerierte Kunst bezeichnet -ausgerufen hat.

Grund genug für die Geschwister Raviolly für Hermann Nitsch ein kleines, spontanes Solitaritätsspektakel vor der damals rot gestrichenen Secession in Wien zu veranstalten.

Der rote Anstrich der Secession war ein künstlerisches Projekt von Marcus Geigeranlässlich des 100. Geburtstages der Secession. Der FALTER bringt ein ganzseitiges Nitsch-Portrait auf seinem Titelblatt und aus dieser Ausgabe werden flux duzende “Hermann Nitschmasken” gebastelt – und schon wird gefeiert.

Sechs Jahre nach diesem Fest für Hermann, kommt es in der Siemens Academy of Live zu einem Zusammentreffen mit Hermann Nitsch, der gerne eine Maske von damals probiert…

Idee, Planung und Umsetzung: Markus Tripolt und Michael Denk

1998


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