1999 / “THINK MINYGOLF!”


Think Minygolf

Zwischen 1999 und 2002 bespielt Markus Tripolt den Minigolfplatz hinter der Wiener Votivkirche mit Aktionen im Zeichen und im Geiste der “GENERATION Y!”.

Der Versuch den Minigolfplatz vor der Zerstörung zu retten scheitert. An seinem Platz befindet sich heute eine Hundstrümmerlwiese.

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“Think Minygolf”

FUNSPORT
Ist Minigolf der Trendsport des Jahres? Zumindest macht es erstaunlich vielen Menschen großen Spaß, klein zu putten. Hinter der Votivkirche steht derzeit einer der schönsten Anlagen der Stadt leer. Der Platz soll nun reanimiert werden, einen willigen Betreiber gibt es bereits. Christopher Wurmdobler, Falter 17/00

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Ein möglicher neuer Betreiber für Platz, Schlägerverleih und dazugehörigem Buffet hat sich bereits gemeldet. Fassadenkünstler Markus Tripolt legte den zuständigen Stellen ein fixfertiges Konzept zur Erhaltung und Weiterführung der Minigolfanlage vor. Die Anlage würde in den Rahmen seiner Aktion “8-ung, fremdes i” einbezogen und zu “Minygolf”. Die Bahnen sollen renoviert, das baufällige Buffet durch einen zeitgemäßen, transparenten “Cafè Container” ersetzt werden. “Ich finde die Idee schön, den Minigolfplatz öffentlich zugänglich zu machen”, sagt der umtriebige Aktionist. Seine große Liebe zum kleinen Golfsport entdeckte Tripolt vergangenes jahr wieder, als er eher zufällig auf die Votivpark-Anlage stieß und dort mehrere Wochen ein Carity-Turnier für Care organisierte. “Minigolf heißt mit Anstand verlieren lernen” umschreibt Tripolt das Geheimnis des unaufgeregten Vergnügens. Im Gegensatz zum Billard, wo durch das genaue Berechnen von Winkeln und Schussachsen gepunktet werden kann, sei beim Minigolf immer eine Portion Glück oder Unglück mit dabei. “Da entscheidet oft ein Blatterl auf der Bahn über den Ausgang. Das ist ein wesentliches Element, das irgendwie sehr sympatisch ist”, beschreibt Tripolt die Philosophie des Spiels:”Think Minygolf.” (…)

Wannabe-Platzbetreiber Tripolt schätzt auch den kommunikativen Aspekt des Spiels, die bunte Mischung der Teilnehmer. Am Minigolfplatz kommen die unterschiedlichsten Leute zusammen, ehrgeizige Sportler, Senioren, junge Menschen, Eltern mit Kindern. Geplant sind für das vielversprechende Hangout Skulpturengarten, Kulturprogramm, Lesungen und Kommunikationsspiele. Aber auch von der rein sportlichen Seite her ist das Minygolfprojekt im Votivpark nicht uninteressant: Hobbispielern soll professionelles Equipment leihweise zur Verfügung stehen, als “sportlichen Leiter” der Anlage will Tripolt Gerhard Cafesi gewinnen.

Wiens Oberminigolfer freut sich bereits auf die Reanimierunug einer der schönsten Miniaturgolfanlagen der Stadt: “Schaun wir mal, was draus wird.”

1999-2002


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