2013 / “paint back!” – Pilot


paint back

“paint back!” – Pilotprojekt in KW 24/25 2013 in Wien 13, Feldkellergasse 1

Konzept und Copyrights: Markus Tripolt

„paint back!“ ist die Verknüpfung von Kunst im öffentlichen Raum und einem nonformalen Trainingsprogramm für arbeitssuchende Jugendliche.

Das Trainingsprogramm
Zielgruppe:
„paint back“ ist ein interaktives Trainingsprogramm für arbeitssuchende Jugendliche zwischen 15 und 30 Jahren. Es bietet jungen Menschen auf freiwilliger Basis nichtformale Lernerfahrungen in den Bereichen Handwerk, Kunst und multimediale Projektaufbereitung und -vermittlung.
Des Weiteren bietet „paint back!“ jungen Menschen die Möglichkeit, an einem europaweiten Austauschprozess teilzunehmen. Über diverse Programme von „Jugend in Aktion“ – eine Initiative der Europäischen Kommission – wird den jungen Erwachsenen ein europaweiter Zugang zum Trainingsprogramm ermöglicht. Jugendliche machen interkulturelle Erfahrungen im Rahmen eines gemeinsamen Entwicklungs- und Arbeitsprozesses. Elementare Faktoren des Programmes sind:

- Vernetzung, Austausch und gegenseitige Inspiration
- Anregung und Verknüpfung von Themen
- Überwindung von Sprachbarrieren
- Persönliche Entwicklung

Junge Menschen, vor allem wenn sie von Arbeitslosigkeit betroffen sind, müssen in ihrer persönlichen Entwicklung unterstützt werden. „paint back!“ deckt dabei sowohl die psychische, als auch physische
Dimension des Menschen ab.

Zielsetzung:
Kritische Lebenslagen sinnvoll auszufüllen oder umzuwerten. Dialogische Begegnung, arbeiten an der Grundmotivation, Unterstützung der persönlichen Positionierung. Den identitätsstiftenden Charakter von Mitgestaltung im urbanen Umfeld nutzen. Geistig Verantwortlicher Umgang mit sich und der Umwelt, durch emotional positiv besetzte Erlebnisse und eine authentische Stellungnahme der Beteiligten. Über kreative Entwicklungs- und Umsetzungsprozesse in den Bereichen Kommunikation im öffentlichen Raum, Strategien und Formen moderner Kunst, Werbung und Stadtbildgestaltung, wird der Bezug zur eigenen Lebenssituation hergestellt und ein eigenverantwortlicher Umgang mit sich und der Welt trainiert.

Vermittlungsmethode / Wissenstransfer:

Die TeilnehmerInnen sollen aus ihrem gewohnten Selbstverständnis als AMS- Kursteilnehmer „entführt“ werden und über die Auseinandersetzung mit Form und Farbe in direkter Verbindung mit körperlicher Betätigung und Umsetzung an der Baustelle, ihre eigenen handwerklichen und kreativen Kompetenzen erforschen und kennen lernen. Darüber hinaus fördert „paint back!“ die Beteiligung von Jugendlichen im Zusammenhang mit dem EU-Programm „Jugend in Aktion“ und ermöglicht interkulturelle und nicht formale Lernerfahrungen die auf konkreten Lernzielen beruhen. Zahlreiche Anknüpfungspunkte aus Teilbereichen der Kommunikation, Straßenkunst, Graffiti, Vandalismus, Stadtgestaltung und Kunst und im öffentlichen Raum ergänzen die Inhalte und Ziele der ECo-C Module „Kommunikation“ und „Selbstmarketing“. Die Entwicklung und Umsetzung eines Kunstprojekts im öffentlichen Raum wird vom Anfang bis zum Schluss gemeinsam erarbeitet. Die Jugendlichen werden von erfahrenen Trainern, Handwerkern und Künstlern begleitet. „paint back“ fördert die Eigeninitiative und Kreativität der TeilnehmerInnen und wirkt sich direkt auf deren zukünftige Aktivitäten aus.

„paint back!“ – Kunstaktion im öffentlichen Raum:

„paint back!“ verhilft Gebäuden die vor dem Abriss stehen zu einer letzten großen Performance vor ihrem endgültigen Verschwinden. Die flächige und kräftige Einfärbung abstrahiert die Bauform, betont über Irritation die jeweilige Örtlichkeit im urbanen Gefüge und macht Veränderungsund Verwandlungsprozesse im Stadtbild deutlich und sichtbar. Sogenannte urbane Tristräume werden beseitigt und in temporäre Kunsträume umgedeutet. Ungewohnt kräftige, flächige, gleichzeitig aber kommerzfreie Farbgebung im Stadtbild fordert und fördert die Wahrnehmung, die Wiedererkennungs- und Unterscheidungsfähigkeit und ermöglicht Passanten neue, außergewöhnliche Blickfelder in gewohnter Umgebung. Ziel ist die Sensibilisierung für transformative Prozesse in der Stadtbildgestaltung. Die Bemalung der ehemaligen Avanti – Tankstelle in Hietzing (Speisingerstraße / Feldkellergasse) stellt ein Pilotprojekt dar, anhand das Projekt „paint back!“ auf allen Ebenen umgesetzt, dokumentiert, medial aufbereitet und verwertet und letztendlich in Zusammenarbeit mit dem AMS und dem EU – Programm „Jugend in Aktion“ auf nationaler Ebene, aber auch europaweit ausgebaut werden soll.

This entry was posted in Kommunikation, Kunst, Malerei, Referenzen and tagged , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.