Künstler

Das Scheideweg Volksbegehren

Ein Kunstprojekt zur Überwindung der Krise. Die UnterzeichnerInnen werden mit ihrer Unterschrift selbst zu Künstlern.

Kreation und Text: Markus Tripolt
Illustration: Michael Pleesz

Das Scheidewegvolksbegehren

Die Krise – Altgriechisch κρίσις krísis - ursprünglich “die Meinung”, “Beurteilung”, “Entscheidung”, bezeichnet eine problematische, mit einem Wendepunkt verknüpfte Entscheidungssituation. Wo immer uns ein Weg im Straßenverkehr in eine Sackgasse führt, ist diese als solche beschildert. Doch spätesten bei der Ausfahrt aus der Sackgasse, werden wir von der Straßenverkehrsordnung alleine gelassen.

 

Warum hat das Sackgassenschild keine Rückseite? Warum fehlt ein Schild, das uns bei der Ausfahrt begleitet? Ein Zeichen, dass uns verdeutlicht das wir eine Entscheidung treffen können, ja treffen müssen? Abseits des Straßenverkehrs, im alltäglichen Leben, ergeht es uns ähnlich. Wenn uns etwas misslingt, wenn Dinge aus dem Ruder laufen, wenn Systeme versagen, Strukturen verkrusten und Beziehungen scheitern, dann stecken wir fest, sind in die Sackgasse geraten. Um wieder raus und weiter zu kommen, muss das neue gedacht, die Zukunft gewagt und Entscheidungen getroffen werden. Dann stehen wir am Scheideweg! 

 

Mit den Begriffen Sackgasse und Scheideweg haben wir die Worte, lasst uns auch starke Zeichen setzen. 

 

Also: Raus aus den Sackgassen – Weg frei fürs Scheidewegvolksbegehren!

Kunst an der Kreuzung

Mit der Installation des Scheidewegschildes an allen Rückseiten von Sackgassenschildern im gesamten Bundesgebiet Österreichs, machen wir den öffentlichen Raum zur permanenten Kunstgalerie, die uns daran erinnert, dass uns letztendlich etwas Gemeinsames, Großes verbindet: Die Freiheit selbst zu entscheiden.

Der weibliche Weg

Wenn wir das neue Zeichen für Scheideweg zum ersten Mal sehen, fällt es uns wie Schuppen von den Augen: Augenblicklich erkennen wir, das die Sackgasse einen stilisierten weißen Phallus darstellt, der, steil aufgerichtet und auf blauem Grund gemalt, nur eines verdeutlicht: So geht es nicht weiter! Die Gestaltung des Scheideweg-Symbols als Gegenstück zur Sackgasse ist absolut logisch: Es beschreibt einen stilisierten weiblichen Schoß auf rosa Grund.

Das Scheidewegschild ist…

  • eine starke Marke für Eigenverantwortung und Selbstbestimmtheit.

  • künstlerischer Ausdruck für Fruchtbarkeit und Leben.

  • Aufforderung zu mehr Mut und mehr Öffentlichkeit.

  • politisches Bekenntnis zu Emanzipation, Partizipation und Aufklärung.

  • Überhöhung und Schlusspunkt sinnentleerter Tendenzen zur Gendermainstreamisierung.

  • Sinnbild zur Möglichkeit neuer Denkweisen außerhalb der von ausschließlich wirtschaftlichem und kurzfristigem Denken dominierten Strukturen und Pfaden.

Die Sackgassen verlassen:​ 

 

Das Verkehrszeichen für “Scheideweg”, soll uns daran erinnern, das wir unsere persönliche, lokale und globale Zukunft selbst entscheiden und bestimmen können. Das wir immer wieder neue Wege aus Sackgassen finden müssen und sie auch finden werden. Das wir keine Angst haben dürfen, vor falschen Entscheidungen, weil wir permanent neue, immer wieder auch bessere Entscheidungen treffen können, um Fehler zu korrigieren und sie nicht dauernd zu wiederholen.

Dafür wollen wir Zeichen setzen und machen den öffentlichen Raum zur Kunstgalerie:

Raus aus den Sackgassen – Weg frei fürs Scheidewegvolksbegehren!

 

 

Raus aus den Sackgassen – Weg frei fürs Scheidewegvolksbegehren!

 © 2019 by Markus Tripolt

+43 664 414 5831

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